{"id":368,"date":"2017-03-31T21:06:11","date_gmt":"2017-03-31T20:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/produkt\/michael-chatzidakis-ciriaco-dancona-und-die-endeckung-griechenlands-im-15-jh\/"},"modified":"2017-04-17T17:04:24","modified_gmt":"2017-04-17T16:04:24","slug":"michael-chatzidakis-ciriaco-dancona-und-die-endeckung-griechenlands-im-15-jh","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/produkt\/michael-chatzidakis-ciriaco-dancona-und-die-endeckung-griechenlands-im-15-jh\/","title":{"rendered":"Michael Chatzidakis: CIRIACO D&#8217;ANCONA UND DIE ENDECKUNG GRIECHENLANDS IM 15. JH."},"content":{"rendered":"<p>Die antiquarische, fr\u00fchwissenschaftliche Auseinandersetzung mit griechischen Altert\u00fcmern im 15. Jh. ist aufs Engste mit der Person Ciriacos d\u2019 Ancona (1391 \u2013 1452) verkn\u00fcpft. Von Haus aus Kaufmann, nutzte Ciriaco geschickt seine Profession, um ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis gegen\u00fcber allen Parteien und Religionen zu unterhalten. Sein durch unerm\u00fcdliche Forschungen und Anerkennung seiner humanistischen Freunde verst\u00e4rkter Ruhm als ausgewiesener Kenner fremder Kulturen wie auch seine wichtige Rolle als zuverl\u00e4ssiger Informant \u00fcber die diplomatischen Aff\u00e4ren im \u00f6stlichen Mittelmeergebiet stellten f\u00fcr Ciriaco die Eintrittskarte zu den H\u00f6fen Italiens dar und erm\u00f6glichten es ihm, seinem antiquarischen Antrieb ungehindert nachzugehen.<br \/>\nCiriaco machte es sich im Laufe seines rastlosen Wanderlebens zur Aufgabe, das \u00f6stliche Mittelmeergebiet in allen Himmelsrichtungen zu erkunden, um m\u00f6glichst viele erhaltene Bauten und Denkm\u00e4ler der antiken Welt zu besichtigen und sie m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig zu erschlie\u00dfen. Die Forschungsergebnisse seiner Expeditionen fanden in schriftlicher und bildlicher Form Eingang in seine unter dem Titel \u201eCommentaria\u201c subsumierten Reisetageb\u00fccher, die ungl\u00fccklicherweise nur in Fragmenten auf uns gekommen sind.<br \/>\nTrotz der bruchst\u00fcckhaften Material\u00fcberlieferung haben die vorliegenden Untersuchungen deutlich genug die frappierende Modernit\u00e4t von Ciriacos methodischem Zugriff aufgezeigt. Mit seinen weitgef\u00e4cherten Interessen, mit seiner Begeisterung sowohl f\u00fcr das antike Bauwesen und die topographischen Studien, die Reliefkunde, die Statuarik und die Epigraphik, die M\u00fcnz- und Gemmenkunde, wie auch f\u00fcr die antike Mythographie avancierte Ciriaco zu einem der wichtigsten<br \/>\nAntiquare seiner Zeit und nahm Methoden moderner arch\u00e4ologischer Disziplinen vorweg. Andererseits darf nicht vergessen werden, dass der Umgang mit der Antike, verglichen zumindest mit dem auf wissenschaftlicher Ebene emotional eher distanzierten Verh\u00e4ltnis eines heutigen Arch\u00e4ologen zu seinem Fund, zu Ciriacos Zeiten ein von Hemmungen jeglicher Art befreiter und verlebendigender gewesen war. Die Analysen seiner Musen-Nymphen- Apoll-, Merkur-, Homer-, Aristoteles- und Kymodoke-Zeichnungen haben unter diesem Aspekt die vielleicht faszinierendste und bisher in der Forschung unbeachtet gebliebene Facette von Ciriacos Pers\u00f6nlichkeit offenbart: seinen sch\u00f6pferisch-poetischen Umgang mit den antiken Formen.<br \/>\n\u00dcber die Praxis des wissenschaftlich anmutenden Dokumentierens hinaus, die Ciriaco in seinen zahlreichen Nachzeichnungen nach antiken Monumenten konsequent praktizierte, f\u00fchlte er nicht selten auch das Bed\u00fcrfnis den durch die graphische Dokumentation wiedergewonnenen antiken Sachverhalt in die eigene Lebenswirklichkeit fortzuf\u00fchren, und zwar in Form von durch die Fantasie getr\u00e4nkten Neusch\u00f6pfungen mit stark autobiographischen bzw. existentiell- anthropologischen und zum Teil transzendenten bzw. \u00fcbersinnlichen Z\u00fcgen.<br \/>\nDer Katalog unternimmt dar\u00fcber hinaus zum ersten Mal den Versuch, die von Ciriaco d\u2019Ancona im 15. Jahrhundert dokumentierten antiken Denkm\u00e4ler Griechenlands m\u00f6glichst komplett zu erfassen. Die Dokumentation wird durch zahlreiche vor Ort gemachte Bildaufnahmen von den noch erhaltenen Denkm\u00e4lern erg\u00e4nzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cyriacus. Studien zur Rezeption der Antike. Band 9<br \/>\nVerlag Franz Philipp Rutzen Ruhpolding 2017.<br \/>\netwa 400 Seiten mit \u00fcber 400 s\/w-Abbildungen, 16 Farbtafeln, Format 21 \u00d7 30 cm, Klappenbroschur<br \/>\nISBN 978-3-447-10516-3<br \/>\n80,00 \u20ac (f\u00fcr Mitglieder: 52,00 \u20ac)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":369,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/wp-json\/wp\/v2\/product\/368"}],"collection":[{"href":"https:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=368"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/wp-json\/wp\/v2\/media\/369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shop.winckelmann-gesellschaft.com\/mitglieder\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}